Redispatch für Windkraftanlagen
Windkraftanlagen sind besonders häufig von Redispatch betroffen. Dieser Ratgeber erläutert die Besonderheiten der Abrechnung für Windenergie.
Warum Windkraft besonders betroffen ist
Windkraftanlagen stehen häufig in Regionen mit hoher Erzeugung aber begrenzter Netzkapazität – insbesondere in Nord- und Ostdeutschland. Sie sind daher überproportional von Abregelungen betroffen. 2023 entfielen über 60 % aller Redispatch-Maßnahmen auf Windenergieanlagen.
Ausfallarbeitsberechnung bei Wind
Die Berechnung der Ausfallarbeit bei Windkraftanlagen erfolgt typischerweise über das Prognosemodell. Grundlage sind Windleistungskurven und Windmessdaten am Anlagenstandort. Die Referenzleistung wird aus der tatsächlichen Windgeschwindigkeit und der anlagenspezifischen Kennlinie ermittelt.
Typische Herausforderungen
- Windleistungskurven sind bei Turbulenz und Vereisung ungenau
- Abschattungseffekte zwischen Anlagen in Windparks
- Unterschiedliche Messhöhen vs. Nabenhöhe
- Datenqualität bei älteren Anlagen ohne moderne SCADA-Systeme
Besonderheiten Offshore
Offshore-Windparks haben spezifische Herausforderungen: höhere Leistungsdichten, längere Leitungswege und komplexere Netzanbindungen. Die Abregelungsmengen sind oft erheblich und die Entschädigungssummen entsprechend hoch.
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